Freitag, 18. Mai 2018

Mein Windbreaker (Achtung: LETZTER POST!)


Da ich weiß, dass nicht jeder Zeit und Lust hat, komplette Posts zu lesen, ziehe ich die wichtigste Info vor: Dies ist MEIN vorerst LETZTER POST

Gegen Abend des 24.05.2018 werde ich diesen Blog offline schalten. Versucht ihr danach den Blog aufzurufen, werdet ihr den Hinweis erhalten, dass dieser Blog privat ist. Er ist dann nicht weg, jedoch nicht mehr öffentlich. Das Gleiche gilt für meine Facebook-Seite. Wer dann weiterhin von mir lesen möchte, dem sei mein Instagram-Profil "Fussellinesblog" empfohlen. Dazu müsst ihr nicht mal registrierte Nutzer sein! Wer kein Nutzer der App ist, kann auch einfach die Desktop-Version im Internet-Browser nutzen, um meine Posts und Storys ansehen zu können. 
Instagram wird vielleicht auch meine einzige Möglichkeit sein, mitzuteilen, wie es mit diesem Blog zukünftig weitergehen wird. Wer die App also nicht nutzt, Link speichern ;-)

Warum dieser Schritt?

Ich glaube, es ist kaum möglich noch gar nichts über die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gehört zu haben, die am 25.05.2018 ihre Wirksamkeit entfalten wird. Was prinzipiell ein gutes Gesetz für die Großen werden sollte, um Handhabe gegen deren Datensammlerei zu haben, killt leider kurzfristig die Kleinen. Ich habe mich in den letzten Wochen immer wieder mit der neuen DSGVO befasst und komme nun kurz vor dem Stichtag zu der Einsicht: Mir ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, die neuen Anforderungen umzusetzen. Da ich in nächster Zeit und dem Leben 1.0 zudem mit meiner Bachelorarbeit ausgelastet sein werde, habe ich mich entschieden eine Blog-Pause einzulegen. Weitergehen soll es mit dem Blog aber auf jeden Fall. Ich weiß nur noch nicht wann und wie (-> Instagram!).

Und jetzt zum Windbreaker...


Irgendwann im letzten Jahr habe ich mich in diese (O-Ton meiner Freundin "total unpraktischen") Schlupfjacken verliebt. Die aus den 90er Jahren als "Windbreaker"  bekannten Jacken sind seit letztem Herbst auch wieder absolut im Trend und erleben gerade ihr Comeback auf den Kleiderstangen der Modeläden. Dort hätte ich mir auch eine kaufen wollen, so zumindest mein inoffizieller Plan. Offiziell habe ich meinen alten Herrn bei einem gemeinsamen Shopping-Tag Ende März natürlich unter dem Vorwand "Nur mal gucken, ob mir diese Jacken überhaupt stehen, bevor ich mir eine nähe" in einen Skatershop geschleift. Dort wurde ich auch schnell fündig: 30 Euro (und da kann ich nicht für nähen), genialst leichter Stoff von dessen Gefühl des Nichts auf der Haut ich direkt angetan war, einziger Haken: In schwarz (wollte ich unbedingt) überall ausverkauft. Man könnte sie mir vorbestellen, Liefertermin: 25. Juli. Nicht nur, dass ich Ende Juli keinen Windbreaker mehr tragen will, fand ich vier Monate Lieferzeit absolut indiskutabel.

Zuhause bemühte ich natürlich dennoch das Internet, aber die schwarze Jacke war auch online einfach überall ausverkauft und bei einer anderen, wesentlich teureren, sagte mir der Stoff bei der Anprobe nicht zu. Ich wollte eben keine Regenjacke, sondern sowas ganz leichtes... Ich würde mir selber eine solche Schlupfjacke nähen, beschloss ich schon mit Sorgenfalten auf der Stirn. Denn ohne genaue Materialbezeichnung an die richtigen Stoffe zu kommen, würde sicherlich unzählige Stoffmusterbestellungen erfordern. 



Während ich mir bereits einen alternativen Windbreaker im Kopf zusammen gebastelt hatte (einfacher Jackenstoff, natürlich in dunkelblau und mit maritim gestreiften Kapuzenfutter) und parallel mehr oder weniger erfolgreich nach Bezugsquellen für die leichten Funktionsstoffe suchte, hatte mein alter Herr die Idee: 

In Bielefeld, meiner Uni-Stadt, gibt es einen Stoffhändler, der unter anderem Restballen aus der Textilindustrie aufkauft und dann anbietet. Da fuhren wir hin und ich erklärte der Mitarbeiterin, was ich suchte. Die nickte, ging durch die Stoffreihen und zog genau die Stoffe raus, die ich gesucht hatte. Ungläubig schaute ich meinen grinsenden alten Herrn an. "Also das war jetzt irgendwie zu einfach", sagte ich zu ihm, "ich hatte mir doch schon eine Alternative überlegt!". Stoff dafür hatten sie natürlich auch und da mir die Alternative inzwischen ebenfalls so gut gefiel und die Meterpreise absolut im Rahmen waren, kamen die Stoffe auch noch mit. Warum eine Jacke nähen, wenn man auch zwei nähen kann?! Genäht habe ich aber erstmal einen ;-)

Kleiner Einschub: Wenn man zu Keskin fährt muss man definitiv wissen, was man will. Nur dann wird man zwischen den ganzen Ballen, die man garantiert nicht will, fündig. 




Nachdem die Materialbeschaffung nun doch einfacher war als gedacht, wurde die Schnittsuche schwieriger. Schnittmuster für diese Schlupfjacken gibt es nämlich gar nicht so viele und das was ich fand, war mir zu simpel. Wenn schon, denn schon!

Und jetzt kommen wir zu dem Teil, der in meiner geliebten Känguru-Triologie aus anwaltlicher Sicht gestrichen worden wäre... Denn ich nahm mir von der bestellten Jacke ganz vorsichtig den Schnitt ab, machte mir Fotos als Gedankenstütze und schickte sie anschließend zurück. Zu meiner Verteidigung habe ich zu sagen, dass bei der besagten Jacke kein Stoffteil gerade war und es sich bei meiner Jacke somit um einen überarbeitete, verbesserte Jacke handelt. Aber Respekt vor dem, der die bestellte Jacke aus diesen krummen und schiefen Teilen zusammengenäht bekommen hat. 


Teile nur zu bestellen, um den Schnitt abzunehmen ist zwar einfach, aber moralisch nicht vertretbar. Mein Post und meine Jacke soll dazu kein Aufruf sein. Doch die Jacke war ja bereits da und ich hätte sie auch gekauft, wenn der Stoff ein anderer gewesen wäre. 





Den Schnitt abzunehmen war die eine Sache, daraus und ohne Anleitung eine Jacke zu nähen die andere... Verdeckte, zurück liegende Tascheneingriffe mit Reißverschluss, Belüftungsöffnung im Rückenteil, Reißverschluss mit Über- und Untertritt im oberen Vorderteil und nicht zuletzt der verdeckte Reißverschluss in der Seitennaht haben mir so manche schlaflose Nacht bereitet und eine große Portion Hirnschmalz abverlangt. Es hatte gewissermaßen etwas von einem 3D-Puzzle.

Als ich die Jacke zuschnitt hatte ich keine Ahnung, wie ich sie im Detail zusammenfügen muss. Ich habe über mehrere Tage hinweg einfach immer wieder so weit genäht, wie ich mir die Umsetzung denken konnte. Wenn ich nicht weiter wusste hörte ich auf. Hatte ich eine Lösung für den nächsten Schritt, ging es weiter. Für den verdeckten Reißverschluss in der Seitennaht habe ich sogar ein Mini-Modell genäht.


Die von mir bestellte Jacke hatte diesen Reißverschluss in der Seitennaht, den ich für äußerst praktisch befand. Wie in der kleinen Bilderreihe zu sehen, ermöglicht er ein sehr schnelles und einfaches An- und Ausziehen der Schlupfjacke, da der Kopf nicht durch den gesamten Jackentunnel muss. Mein alter Herr meint zwar, damit sei der Sinn der Windbreaker dahin, da jeder eingenähte Reißverschluss mehr Wind durchlassen würde, weshalb bei den Jacken ja auf einen durchgängigen Reißverschluss verzichtet wurde. Ich finde den Reißverschluss in der Seitennaht aber besonders mit frisierten Haaren oder Dutt unglaublich praktisch und ich mag effektive Details.



Normalerweise nutze ich für Jacken die teilbaren Reißverschlüsse von Snaply, die es dort in vielen Farben und Längen gibt. Für meinen Windbreaker benötigte ich jedoch die nicht teilbare Variante und die haben sie leider noch nicht im Programm. Da mir schon im Vorfeld klar war, dass mein Windbreaker ein aufwendigeres Projekt ist (letztlich waren es weit über 20 Arbeitsstunden), wollte ich keine Sperenzchen mit No-Name Produkten machen und habe in die guten und teuren YKK-Reißverschlüsse investiert. Wann kauft man schon mal für 25 Euro Reißverschlüsse? Aber wohl gemerkt, direkt für zwei Jacken.

Durch den seitlichen Reißverschluss wäre es möglich gewesen, die Jacke noch mehr zu taillieren. Meiner Meinung nach lässt sich die Form der Jacke durch den Gummizug im Saum aber genug regulieren, weshalb ich darauf verzichtet habe. So fällt sie so richtig schön lässig und bietet noch genug Platz, auch mal einen dickeren Pulli drunterziehen zu können.



In Summen gesehen lohnt sich Selbernähen gegenüber der Möglichkeit zu kaufen selten, gelohnt hat es sich für mich dennoch:

Ich habe mir selbst gezeigt, dass ich den Weg vorher nicht unbedingt kennen muss, um irgendwann am Ziel anzukommen und auch Umwege dazugehören. Ich halte den Beweis in den Händen, dass man "So eine Funktionsjacke" selber nähen kann, dass Selbstgenähtes so aussehen kann wie gekauft und dabei wesentlich hochwertiger verarbeitet sein kann. Ich bin unglaublich glücklich und zufrieden mit meiner Jacke, die nur 350g wiegt und mich damit nun luftig leicht durch die etwas kühleren Frühsommertage bis in den Herbst hinein begleiten wird.


Ich hoffe, es hat euch Spaß und Lust aufs Nähen gemacht, meinen Weg zu verfolgen. Das gilt für diese Jacke, als auch meine gesamte Nähgeschichte, die ich hier 7,5 Jahre lang niedergeschrieben habe. Ich bin sehr traurig, dass es an dieser Stelle erstmal nicht weitergehen wird, denn ich habe diesem Medium so viel zu verdanken und sah den Blog bis zuletzt als die überdauernste Variante an, mein Hobby mit anderen zu teilen. Da konnten Instagram und Facebook noch so einfach und schnell(lebig) sein. Hier zu bloggen wird mir fehlen und so hoffe ich, dass die Blogpause, durch die neue DSGVO, keinen Abschied für immer bedeuten wird und baldmöglichst Voraussetzungen geschaffen werden, die auch für die kleinen Nicht-Juristen und Nicht-Informativer umsetzbar sind.

Ein vorerst letztes:
Liebe Grüße, Nadine


Kurz gesagt:
  • Dieser Blog wird ab dem 24.05.2018 nicht mehr öffentlich sein. 
  • Als Alternative wird mir vorerst wahrscheinlich nur Instagram bleiben.
  • Der Schnitt der Windbreaker-/Schlupfjacke ist von einer Kauf-Jacke abgenommen. Wer erkennt, um welche Jacke es sich dabei genau handelt, darf diese Information für sich behalten ;-)
  • Die Stoffe habe ich komplett bei Keskin in Bielefeld gekauft. Eine genauere Bezeichnung für die Materialien als "Jackenstoff" und "Jackenfutterstoff" hatte man dort aber leider auch nicht für mich.
  • Kleinmaterial habe ich in unserem Stoffladen vor Ort gekauft
  • Die Reissverschlüsse habe ich online bei Stoffagenten erstanden.

Montag, 14. Mai 2018

Pferdeliebe


Bevor ich die nächsten Flatlay-Outfits poste, ist es erstmal wieder Zeit für lebendige Bilder oder? Mag ich doch eigentlich auch viel lieber. Die Bilder dieses Posts entstanden bereits im Februar. Da war es noch richtig kalt und wie Yvi und ich in unseren dicken Mänteln am Freibad entlang spazierten, schien es total unwirklich dort drei Monate später im Wasser Erfrischung zu suchen.

Zu ihrem 6. Geburtstag bekam Yvi, wie auch schon im Jahr zuvor, ein Kleid von mir genäht. Sie hatte dieses Kleid geliebt und es stand ihr einfach so gut, dass ich nicht lange überlegen musste, welcher Schnitt es auch für das neue Kleid werden sollte. Zwei Größen größer musste ich den Schnitt allerdings neu abkopieren. Kein Wunder, dass ihr Einhornkleid inzwischen so knackig saß... 



Seit dem Ende des letzten Jahres passt ihr die Kleidergröße 122/128. Mit dieser Größe habe ich vor inzwischen sechs Jahren angefangen für das Lieblingsmädchen zu nähen. Auch wenn viele ihrer von mir genähten Kleidungsstücke längst anderweitig den Besitzer gewechselt haben, einige Teile hatte ich doch aufgehoben um sie selbst weiter geben zu können. Diese Sachen sind nun bei Yvi gelandet und während das Lieblingsmädchen sehr wählerisch war, was ich ihr nähen durfte, so ist für Yvi alles was von mir kommt "schön". Mal sehen wie lange noch?!



Trotzdem soll es ihr natürlich gefallen, was ich für sie nähe. Waren zum 5. Geburtstag Einhörner die Tiere ihrer Träume, liegt ihr Glück jetzt eindeutig auf dem Rücken der Pferde. Klar, dass das Geburtstagskleid dann ein Pferdekopf ziert oder?

Ich appliziere ja so richtig gerne. Auch wenn im Nähzimmer eine Stickmaschine und ein Plotter stehen, eine Applikation aus Stoffen zusammengesetzt und müßig genäht ist doch einfach was anderes. Da können Stickmaschine und Plotter noch zig mal schneller sein.



Für Yvi gab es also wieder ein Ballonkleid nach dem Schnitt "Marie" von FeeFee. Die Applikationsvorlage für den Pferdekopf ist wie auch schon beim Geburtstagskleid für die große Feldmaus "Pferdinand" von FabelwaldDass dieses Kleid wieder ein absolutes Lieblingskleid ist, brauche ich nicht wirklich erwähnen oder? Nun ist es dafür aber erstmal  zu warm. Dafür kann sie nun den Lotte-Latzrock und das Kleid 'Nannerl', geerbt vom Lieblingsmädchen, tragen.

Liebe Grüße, Nadine


Kurz gesagt:
  • Das Kleid ist genäht nach dem Schnittmuster "Marie" von FeeFee
  • Zur Applikation des Pferdekopfes diente mir "Pferdinand" von Fabelwald als Vorlage
  • Die Stoffe habe ich alle im Stoffladen vor Ort gekauft

Donnerstag, 3. Mai 2018

Von Exen, Kletterwänden, Chalkbags und dem Nähen


Ich habe da so ein neues Hobby: Es geht hoch hinaus, hat mit prinzipiell zu kleinen Schuhen zu tun und ist absoluter Teamsport. Die Rede ist vom Klettern. 

Seit Anfang des Jahres hängt mein sportliches Herz zusätzlich zum Badminton und Laufen an Schmirgelpapier-Wänden mit mal mehr oder weniger großen Griffknäufen und mein Leben regelmäßig in den Händen meines Kletterpartners. Das Schöne ist, es hat bei mir in etwa den gleichen Effekt wie Skifahren. Nur, dass sich Klettern doch etwas einfacher über das ganze Jahr hinweg ausüben lässt: Ich kriege den Kopf frei. Denn in einigen Metern Höhe an der Wand hängend oder unten sichernd ist volle Konzentration angesagt. Da ist kein Platz für Gedanken an Hausarbeiten, Deadlines und das schlechtes Gewissen.


Klettern hat mich schon immer gereizt. Als ich kurz vor dem Abitur mit dem Sportkurs in der Kletterhalle war, hätte ich am liebsten ein Jahresabo abgeschlossen. Ohne feste Gruppe und Mitfahrer ziehen sich die 30km bis zu Halle aber doch ganz schön in die Länge und so blieb es erstmal bei diesem Schnupperkurs. Im letzten Semester wurde dann vom Hochschulsport "Klettern" angeboten. Leider hat es mit der Anmeldung nicht geklappt. Ich schlug mir die Wände also erstmal wieder aus dem Kopf. Sollte es vielleicht einfach nicht sein? Doch. Nur ganz anders! Kurz darauf erfuhr ich nämlich, dass gute Bekannte gerade dem Sport verfallen waren, die Gruppe jedoch "ungerade" ist. Da die Gruppe mit mir glatt in Zweier-Teams aufging, verabredeten wir uns zum gemeinsamen Klettern und kurz darauf gehörte ich zu den "eXen". Da ich das zeichnerische Talent in der Gruppe mit meinen technischen Möglichkeiten ergänzen konnte, sind wir in der Halle inzwischen sogar an unseren orangen Jacken als Gruppe erkennbar.


Nun braucht es für das Klettern ja doch ein bisschen Equipment. Ich habe ganz kurz darüber nachgedacht, ob sich so ein Klettergurt wohl selber nähen ließe und auch großes Vertrauen in meine Fähigkeiten an der Nähmaschine, aber das habe ich dann doch gelassen. Ich mag mein Leben. Was sich aber definitiv selber machen lässt sind "Chalkbags" bzw. Magnesiabeutel. Mit dem sich darin befindlichen Magnesium an den Händen sind diese nicht mehr so schwitzig und man kann sich besser halten. Unser Hahn im Korb hatte mit seiner Chalkbag in der Hand zwar gemeint, dass ich für den Preis der Dinger nicht nähen könne, das hieß aber nicht, dass ich nicht wollte... 


 Ein bisschen durchs Netz gestöbert fiel mir auf, dass dieses Utensil nicht nur rein praktisch gesehen wird, sondern auch als individualisierendes Accessoire am Klettergurt genutzt wird. Da gab es Monster, Fuchsschwänze, Kraken, Schafe, Spinnen, Geister, Fledermäuse,... alles Mögliche, aber kein Äffchen - das erste Tier, dass ich mit dem Klettern assoziiere. Ich wollte ein Äffchen! Mit einem englischen Schnittmuster für eine Chalkbag verschwand ich im Nähzimmer. Ich verpasste dem Schnittmuster Ohren und applizierte Augen und Mund, sodass die Vorderseite des Beutels zum Gesicht wurde. Statt den in der Anleitung genutzten Kabelbindern nähte ich das von meinem Abikleid übrig gebliebene Stäbchenband in die mit Gurtband eingefasste Öffnung. So wird diese stets offen gehalten. 

Mein Chalkbag sorgte für große Bewunderung in der Gruppe und der Kletterhalle. Alle waren begeistert und wollten natürlich auch so eine besondere Chalkbag. Da ich das Chalkbag nähen zwischenzeitlich genauso toll fand wie das Klettern selber, nähte ich den übrigen meiner Gruppe auch noch welche. Die Eselfreundin bekam einen Esel und unser Comicfan eine Fledermaus:



Da mein Englisch nicht das Beste ist und sich mein Textverständnis von meiner Interpretation der Bildern in der Anleitung unterschied, verhindert bei meinem Äffchen eine Krempe, dass sich das Magnesium nicht in meiner gesamten Sporttasche verteilt. Bei den folgenden Chalkbags, die ich für meine Klettergruppe genäht habe, platzte dann der Knoten im Kopf wie die Schnürung geführt werden muss, damit sich das Futter im Beutel so zusammenzieht, dass es den Chalkball einschließt. Wen das interessiert, der führe sich mehrmals und mit kühlem Kopf die Skizze in Step 8 vor Augen. Ich habe es auch nicht direkt geblickt, besser erklären kann ich es aber leider auch nicht. Probiert es einfach mal mit Außen- und Innenbeutel aus, bevor ihr sie durch die Oberkante verbindet.

 Ich muss nicht erwähnen, dass unser Hahn im Korb mit seinem gekauften 0815-Chalkbag einer Outdoormarke ziemlich neidvoll schaute... Ja, rechnen tut sich das Selbernähen in so einem Fall nicht, ist aber schon cooler oder?! Ich habe ihn dann etwas schmachten lassen und dann versprochen, ihm auch noch eine individuelle zu nähen. Das werden also nicht meine letzten Chalkbags gewesen sein. 

Liebe Grüße, Nadine

Kurz gesagt:
  • Die Chalkbags basieren auf dem Schnittmuster von WeighMyRack
  • Ohren, Gesichter und sonstige Details wurden ergänzt
  • Für einen stabilen, offenen Eingriff sorgt eingenähtes Stäbchenband
  • Das Gruppenlogo auf der Jacke wurde mit dem Plotter in Flexfolie geschnitten und aufgebügelt