Sonntag, 19. Oktober 2014

Von groß zu klein


Genießt ihr auch den herrlichen Altweibersommer? Das Licht ist so herrlich zum Fotografieren.

Der Räuber hat seit einigen Tagen einen neuen Lieblingspulli.
Als Farbenmix damals den "Fluffystars" Wellnessfleece raus brachte, hatte ich mir daraus einen Kuschelpulli genäht. Doch schnell fand ich, dass die Sterne in dieser Kleidungsgröße nicht mehr so gut wirken und so habe ich ihn vielleicht drei mal getragen, bis er wieder im Nähzimmer landete... 
Nachdem sich der Räuber letztens beschwert hatte, dass ich immer nur blau für ihn nähen würde und nie grün (stellt euch dazu ein motziges, aufstampfendes Kind vor), fiel mir mein Kuschelpulli wieder ein, der sein Leben in der UFO-Kiste fristete. Ihm sollte neues Leben eingenäht werden!


Während ich Nähbesuch von meiner Freundin hatte, habe ich also meinen Pulli auseinander geschnitten und daraus einen kleinen zugeschnitten. Und so wurde aus dem großen DANAI ein kleiner DANAI.




Der Räuber liebte den Pulli sofort und trägt ihn als Jackenersatz fast täglich. Er ist aber auch zu kuschelig um damit in der Wiese und in unserem nun abgemähten Maisfeld zu toben. Ihr wollt nicht wissen, wie Kamera und ich nach diesen Bildern aussahen... Einmal nicht aufgepasst und schon mit einen Haufen Grasschnitt abgeworfen. Nächstes mal will Frau Nachbarin ein making off knipsen *g

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Kuschelpulli Schnitt: Vorher DANAI (Gr. 158/164?!), nachher Danai (Gr. 98/104) von Farbenmix
Kuschelpulli Material: Fluffy Stars Wellnessfleece, Kapuze gefüttert mit den Püdilen
Graue Fleece-Jacke: Lady Bella von mialuna24, gezeigt *hier*

Freitag, 17. Oktober 2014

Eine Softshelljacke fast wie sie im Laden hängen könnte...


...DIE wünschte ich mir schon über ein Jahr lang. Bei meiner ersten PHILIPPA Softshelljacke für Farbenmix hatte ich den Reißverschluss verhunzt. Das ärgerte mich jedes mal wenn ich sie trug. Dann war sie mir schnell viel zu warm, da der Softshell von Swafing richtig dick war und mich störte die glänzende Oberfläche. Eigentlich wollte ich nichts anderes als eine einfache schlichte Softshelljacke wie sie im Laden hängen könnte. Matte, glatte Außenseite, innen kuschelig angeraut und nicht zu dick. 


Kapuzenform links mit nicht ganz geschlossenen Reissverschluss, rechts mit hoch geschlossenem Reißverschluss


Als ich dann im Juli als kleiner Hamster den Stoffmarkt hier in der Stadt besuchte, habe ich mir besten Softshell von einem Holländer mitgebracht. Softshell nähe ich ja richtig gerne. Der lässt sich so klasse verarbeiten und das Ergebnis sieht richtig wertig aus. Für die dunkle Jahreszeit habe ich in viele Nähte Reflexpaspeln eingearbeitet. Als Kontrast zum dunkelblau habe ich sie mit hellblau/türkisem Garn abgesteppt, so könnte ich auch Frau Nachbarins gehäkelte türkise Boshi dazu tragen. Die Kanten vom Versäuberungsbeleg habe ich dieses mal umgebügelt. Das war zwar in den Rundungen etwas komplizierter, sieht aber so ordentlich aus, wenn man den Reissverschluss nicht komplett geschlossen hat.
Der Schnitt PHILIPPA von Farbenmix für Softshelljacken in Gr. 170/176 ist mir wie auf den Leib geschneidert. Der sitzt bei mir einfach. Genäht habe ich die kurze Version, nur die Ärmel habe ich etwas gekürzt.

Da ich die lässigen Beanies mit den großen Sternen drauf liebe und mir noch eine passende Mütze für den Herbst fehlte, hab ich mir noch fix eine Benny-Beanie von Schnittreif genäht. Außen aus Sweat und innen mit Jersey gefüttert sorgt sie für warme Ohren.

Jetzt darf der Herbst ruhig noch ein wenig bleiben, damit ich sie noch viel tragen kann bevor wir dann zu den Daunenjacken greifen!

Liebe Grüße, Nadine


Zutaten
Schnitt Jacke: Softshelljacke PHILIPPA von Farbenmix
Softshell: Holländischer Händler (leider weiß ich seinen Namen nicht aber es müsste der selbe Softshell sein wie der von "Michas Stoffecke")
Reflexpaspel: Stoff und Stil bzw. Baender24.de
Schnitt Mütze: Benny Beanie von Schnittreif, Stern allerdings appliziert

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Lille.stoff.Festival - Workshop Fotografie Teil 1-3


Nachdem der Samstag geprägt war von Stoffen und Nähmaschinen sollte der Sonntag im Zeichen der Fotografie stehen. Die Familie von Mandy (Stylinchen) hatte mich für eine Nacht aufgenommen und so konnte ich die Tage in vollen Zügen ohne pendeln auskosten. Ich hatte die Workshops "Fotografie" 1-3 bei Katrin und Sandra gebucht um meine Kamera endlich so nutzen zu können, wie sie es verdient - Weg vom Automodus!

Ohne mit unzähligen Fachwörtern um sich zu werfen, verstanden wir schnell, wie wir die Macht über unsere Kamera bekommen. Nachdem wir auf die Frage hin "Weiß denn jeder, wie er seine Kamera einschaltet?" in Gelächter ausbrachen, wurde die Theorie mit einem guten Tempo tief gehender. Wir bekamen Erklärungen zur Bildgestaltung, von Linien bis zum "goldenen Schnitt" - hoch interessant sage ich euch. So hatte ich das noch nie gesehen. Von Blende, Belichtungszeit und ISO hatte ich ja schon mal gehört, aber warum zum Teufel wusste ich vorher nicht von den Halbautomatiken AV (Zeitautomatik) und TV (Blendenautomatik)? Die führen beim Einstieg in die manuelle Fotografie zu schnellen Erfolgserlebnissen. Sie lassen auch das fast manuelle Fotografieren von Kindern oder Tieren zu, die nicht ewig still halten, bis die Belichtung gemessen ist und Blende und Belichtungszeit angepasst sind.

(Beate - Zapperlott)

(Links seht ihr Beate von Zapperlott, das Bild rechts hat Mariechen - Lillemo von mir gemacht)

Nach den Theorie-Einheiten der einzelnen Workshops ging es in den Innenhof um das gelernte in die Praxis umzusetzen.
Beim ersten Workshop ging es um die Portrait-Fotografie für Anfänger. Mit den Halbautomatiken AV und TV übten wir die Gestaltung der Bildlinien und der Tiefenschärfe durch die Blendeneinstellung.

(Beate - Zapperlott)

Bild von Mariechen - Lillemo

(Sandra - Katrin und Sandra)

Ich glaube für Katrin und Sandra ist die Fotografie nicht nur ein Beruf, sondern schon eher eine Berufung. Selten hatten sie mal keine Kamera in der Hand oder einen guten Tipp auf den Lippen.
Weiter ging es in Teil 2 mit der Produktfotografie. Sabrina (Besali) und ich suchten uns eine alte Kamera aus die wir in Szene setzen wollten. Das geht zum einen toll in den Händen...


...oder liegend auf dem Boden. Hier gleich ein "Making of" vom darauf folgenden Bild oder einfach "Shoot the shooter!". 



Und weil alle die Perspektive wechseln, sobald einer am Boden liegt, entstanden zwischendurch natürlich auch Bilder wie dieses: 

(Sabrina - Besali)

Anschließend schlug Katrin vor, uns an den Seifenblasen zu versuchen. "Gestalte ein Bild, dass Emotionen für das Produkt weckt." Was für geniale Bilder kommen denn plötzlich aus meiner Kamera?! Große Verwunderung und man selbst ist plötzlich einen halben Meter gewachsen.

(Katrin - Katrin und Sandra)


Der dritte Teil war nun schon Fortgeschritten. Manuelles Fotografieren und "Available Light", das Sehen und Nutzen von natürlichen Lichts stand an der Tagesordnung. Das und nur das! Belichtung messen, Zeit einstellen, Blende wählen und ISO bestimmen, dazu noch alle Regeln der Bildgestaltung beachten und umsetzen. Das war allerhand, doch irgendwann hatte jeder sein Erfolgserlebnis.

(Nicole - Muckelchen näht)
(Bild von Anja - Jomastyle)


Wie die Paparazzi... nichts und niemand konnte unseren Kameras entgehen ;-)

Dass wir das Gelernte auch tatsächlich alleine Umsetzen können, habe ich heute bei einem kleinen Shooting mit meinem zweijährigen Babysitterkind ausprobiert. Und ich dachte, meine Unzufriedenheit mit meinen Bildern läge an der Kamera... Wie war das, wenn der Bauer nicht schwimmen kann?

DANKE an Lillestoff für die ganze Vorbereitung und Organisation, die tollen Workshop-Angebote und das rundum gelungene Festival!
DANKE an "Katrin und Sandra" und Isabelle Wistuba für die tollen, lustigen und lehrreichen Fotografie-Workshops aus denen ich richtig was mitgenommen habe!
DANKE an alle die ich dort treffen und kennenlernen durfte!

Noch lange schwelgend in Erinnerungen...
Nadine

Dienstag, 14. Oktober 2014

Lille.stoff.Festival - Ein ganz besonderes Wochenende


Zack. Vorbei. Erst hat man monatelang auf dieses Wochenende hin gefiebert und steht es dann endlich vor der Tür, geht alles viel zu schnell. Über 300 Nähverrückte fielen über das hannoversche Langenhagen her, tauchten es in buntigkeit und beschallten es mit dem Sound von hunderten ratternden Maschinen. 

Für einen Außenstehenden wohl kaum nachzuvollziehen, was einige für dieses Wochenende auf sich genommen haben, sei es die ganze Organisation oder die weiten Anfahrtswege. Und das ganze nur zum Nähen? Nein. Es war nicht nur ein Nähtreffen, es war wie eine Klassenfahrt mit Gleichgesinnten. Aus diesem spontanen Vergleich entflammte bei mir auch die Idee, mir ein Shirt anzufertigen, mit dem ich dann auf Unterschriften-Jagt gegangen bin. Denn wie das auf solchen Großveranstaltungen nun mal ist, man kommt mit so vielen lieben Menschen in Kontakt, könnte all diese Begegnungen aber niemals aufzählen. So habe ich einfach jeden, den gesprochen habe gebeten, sich auf meinem Shirt zu verewigen. Für mich ein ganz besonderes Erinnerungsstück. Man musste sich überhaupt nicht kennen, hatte man doch ein und dieselbe Vorliebe - Nadel und Faden.


Es war die hoffentlich nicht nur einmalige Möglichkeit so viele kreative Köpfe auf einem Haufen zu treffen, die man sonst nur von Blogs, Facebook und instagram kennt. Aber ich habe auch ganz viele tolle Menschen kennengelernt, die ich vorher nicht kannte und ohne dieses Wochenende vielleicht nie getroffen hätte. So eine außergewöhnliche Veranstaltung ließ sich auch die Presse nicht entgehen. Verschiedene Zeitungen und Kamerateams von NDR und ZDF lauerten der ausgelassenen Nähgemeinde auf, filmten und knipsten was das Zeug hielt. Nirgends war man vor ihnen sicher. 


In der Messehalle der Brandboxx in Langenhagen sah man Nähmaschinen und Stoffe soweit das Auge reichte. Lillestoff hatte alles ganz offenen gestaltet. In der Mitte standen in Reigen angeordnet die Nähtische für alle, die in dieser Atmosphäre ihrer Leidenschaft nachgehen wollten. Außen herum waren die Workshops, das Catering, der Stand vom Café Velo, an dem wir mit besten Kaffeespezialitäten und Kakao versorgt wurden und die Verkaufsfläche von Lillestoff angeordnet. Kaum einer ging wohl ohne neuem Nähfutter wieder nach Hause. 


Neben einem Namensschild das an einem gewebten Maßband baumelte gab es für alle Teilnehmer eine Goodiebag von Lillestoff mit Lillestoff-Stoff, Webband, Schlüsselanhänger, Bonbons, Öko-Waschmittel und süßen Postkarten. Claudi hatte sich ebenfalls ganz viel Arbeit gemacht und am Samstag Ki-ba-doo "Wundertüten" verteilt. Erinnert ihr euch noch an solche Tüten die man als Kind unbedingt haben wollte? Gibt es die eigentlich noch? Von Nette habe ich noch eine niedliche Ansteckbrosche mit einer Nähmaschine bekommen, so putzig.
DANKE!


Katrin und Sandra hatten ihre PhotoBooth- Anlage mitgebracht. Ein riesen Spaß sage ich euch! Für alle die es nicht wissen: PhotoBooth funktioniert ähnlich wie die Fotoboxen in den Kaufhäusern und Bahnhöfen, nur eben ohne Box. Man stellt sich vor den Hintergrund und kann die Kamera dann selbst auslösen. Oft dekorieren sich die Personen noch mit Papp-Mustaches, Brillen oder Hüten. Bei den Festival-Besuchern besonders beliebt - Grimassen! 

(Von rechts nach links und von oben nach unten: 1. mit Anne Marie, Frl. Päng - Bunte Knete und Sabrina - Tollkind 2. mit Aennie Lu, Sabine - Liebesbienchen, Beate - Zapperlott und Mariechen Lillemo 3. mit Isabelle - Hannapurzel 4. mit Trixi - geroggt 5. mit Dagmar -Zwirnguin, Stephanie - Sweetsforsweets , Mandy - Stylinchen und Anja - Joma Style)

Weil ich dieses Wochenende unmöglich in einen Post quetschen konnte, gibt es morgen Teil Zwei über drei tolle Fotografie-Workshops bei Katrin und Sandra und mein "Erfolgserlebnis eigene Kamera"!

 Kein Wunder also, dass ich immer noch so Erschlagen von all den Eindrücken bin. Bei der Arbeit war ich gestern glaube ich auch nur körperlich anwesend. In meinem Kopf ratterten weiterhin in jeder Ecke Maschinen, macht es *klickklickklick* und erinnerte ich mich an all die lieben mit denen ich knuddeln und lachen durfte. 

Liebe Grüße, Nadine

Samstag, 4. Oktober 2014

Raindrops-Hoodie


Wow, was für ein schöner 3. Oktober liegt hinter uns. Schönstes Herbstlicht mit Spätsommertemperaturen und ein extra Tag Wochenende. Ich habe mich schon ganz früh (mit Wecker!) aus dem Bett gequält und auf die Couch gekuschelt um die beiden Astrid Lindgren - Filme im ZDF sehen zu können. Immer wieder schön, auch wenn ich ganz schön gegen den Schlaf gekämpft habe *g

Danach habe ich mich endlich an den amerikanischen Hoodie-Schnitt gewagt, den ich bei Pinterest entdeckt hatte und schließlich über etsy gekauft habe. Ein legerer Sweat-Hoodie mit hoch geschlossener Riesenkapuze und Reißverschluss, der das Vorderteil zusätzlich aufteilt.





Leider sitzt er nicht ganz so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Die Kapuze ist durch ihre Größe so schwer, dass sie bei geöffnetem Reißer nicht als Kragen wie auf dem Ebook-Cover stehen bleibt. Die Schultern sind viel zu breit und die Ärmelkugeln dadurch zu tief. Der Schnitt ist nicht tailliert und trägt deshalb für meinen Geschmack zu sehr auf. Vielleicht habe ich mich vermessen als ich meine Maße für die benötigte Ebook-Größe angegeben habe. Ich weiß es nicht. Aber als Überzieh-Pulli wird es schon gehen. Das ist nämlich das positive an diesem Schnitt. Durch den langen Reißverschluss lässt sich der Pulli weit öffnen und ist dadurch schnell und einfach überzuziehen ohne mit der restlichen Kleidung stecken zu bleiben. Beim nächsten Mal bastle ich mir die Besonderheiten aber einfach an einen meiner bewährten Schnitte.


Ich habe meinen Perfektionismus mal wieder toben lassen und habe fast alle Nähte gecovert und die sichtbaren Nähte in der Kapuze und am Reißverschluss eingefasst. So sind die unschönen Overlock-Nähte nicht zu sehen wenn man den Reißverschluss geöffnet hat.
Das sieht so schön ordentlich aus. Eine Anleitung für die eingefassten Saumnähte findet ihr bei hamburgerliebe.


Ich habe ja solche Angst vor Zecken, dass ich nur mit Gummistiefeln durchs hohe Gras stapfe... und in der Wiese hinter unserem Haus steht es momentan wieder so hoch. Deshalb müsst ihr auf den schönen Bildern in der Sonne leider Gummistiefel ertragen ;-)

Liebe Grüße, Nadine

Tutorial eingefasste Saumnähte: hamburgerliebe 
Stoff: Sweat vom heimischen Stoffladen, Raindrops-Jersey von Lillestoff/Enemenemeins
Gummistiefel: Spiegelburg-Garden

Sonntag, 28. September 2014

Ein Tag Hamburg

Neulich... ok, ist schon wieder fast vier Wochen her, sind wir ganz früh am Morgen spontan nach Hamburg gefahren. Das war wie ihr spätestens seit meinem Beitrag zur Raid-DIY-Night wisst, ein lang gehegter Wunsch von mir. Vor ziemlich genau zehn Jahren waren Papi und ich das erste und bisher einzige Mal zusammen in Hamburg. Diese Stadt mit ihrem ganz besonderen Flair, der wunderschönen Speicherstadt, dem imposanten Hafen und natürlich das Miniaturwunderland hatte doch großen Eindruck bei mir hinterlassen.


Gut gelaunt und mit ordentlichen Papa-Tochter-Flausen im Kopf war unser erstes Ziel natürlich die Hamburger Filiale von "Stoff und Stil". Das Plakat #miserabelmen in der Männerecke stiftete uns natürlich gleich an, mal einen #miserabelmen im Nähparadies zu zeigen. Ok, normalerweise müsste er wohl auf einen Haufen Stoffschätze aufpassen, aber ich war sehr tapfer und hab nur das Schnittmuster und etwas Jeans gekauft. Und weil wir gerade so einen Clown im Kopf hatten, musste ich meiner Fotobella auch ihre Familie vorstellen *g


Dann ging es in die Speicherstadt. Während es Zuhause regnete, bot die Sonne über Hamburg fantastische Lichtspiele zwischen den alten Speichern und Kanälen. Hamburg ist vermutlich eine der wenigen Städte, in denen ich mir vorstellen könnte eine Zeit lang zu wohnen. Dafür würde ich auch mal unseren idyllischen Blick auf die Felder tauschen.


Anschließend ging es ins Miniaturwunderland. Wir hatten uns vorher keine Besuchszeit reserviert, da wir uns zeitlich nicht ganz festlegen wollten und wurden deshalb gleich nach dem Eingang abgefangen. Wir hätten nun in einer "Infobox" auf Informationen zur nächstmöglichen Einlasszeit warten können, aber ich hatte ja mein Smartphone in der Tasche und siehe da, die aktuelle Einlasszeit war dort noch nicht ausgebucht. Also haben wir das System ein wenig ausgetrickst, denn keine zwei Minuten nachdem uns die Mitarbeiterin in den Warteraum geschickt hatte, konnten wir mit Reservierungscode ganz bequem ins Wunderland eintreten. Pfft, geht doch ;-)


Gab es bei unserem ersten Besuch gerade einmal Amerika, Knuffingen, Hamburg und Skandinavien ist das Miniaturwunderland inzwischen auf 2 weitläufige Speicherböden gewachsen und es wächst und wächst weiter vor den Augen der Besucher.
 War ich als Kind eines Modellbahners von den vielen Zügen fasziniert, waren es beim jetzigen Besuch die detailverliebten Szenen die einem riesigen Wimmelbuch gleichen.






Nach fast !vier Stunden! im Wunderland zog es uns in die große Wunderwelt von St. Pauli. Vorbei an den Landungsbrücken, dem großen Segelschiff Rickmer Rickmers und am Hamburger Hardrock Cafe wollte ich unbedingt zum alten Elbtunnel. 


Die hundert Jahre alte Technik im alten Elbtunnel ist noch heute funktionstüchtig. Mit großen Fahrstühlen kann man sogar mit dem Auto hinunter fahren. Technik die begeistert. Unten angekommen war ich verwundert, dass es nur eine Fahrspur gibt. Tat sich natürlich gleich die Frage auf, wie dort der Verkehr geregelt ist damit die Autos nicht zusammen stoßen. Am Ausgang auf der anderen Seite erfuhren wir, dass der Tunnelverkehr durch eine zeitliche Einbahnstraßen-Regelung ohne Kollisionen befahrbar ist.



Am anderen Ende des Tunnels bot sich uns ein wunderschöner Blick auf St. Pauli, die Hafencity und die Elbphilharmonie. Wäre das alles nicht genug des perfekten Augenblicks bei strahlendem Sonnenschein diesen Ausblick zu genießen, fuhr dann auch noch DAS Traumschiff an uns vorbei!!! Eine kleine Barkasse kam ihr entgegen und grüße sie mit einem niedlichen "Duuuuuut", dass der große Pott mit einem "Dööööööööööööööht" erwiderte. Das werde ich nie vergessen *schwärm*


Als wären wir an diesem Tag nicht schon genug gelaufen, schliff mich Papi noch mit auf eine Anhöhe. Ok, der Ausblick auf die Landungsbrücken und den Hafen in der Hamburger Abendsonne waren es wert!


Hamburg, Hamburg was liebe ich dich!...habe ich sicher noch in mein Kopfkissen geflüstert, als wir kurz nach Mitternacht wieder Zuhause ankamen. Ein Tag ganz sicher viel zu kurz für diese wunderschöne Stadt, aber trotzdem ein Tag voller Papa-Tochter-Erinnerungen :-)

Ich hoffe euch hat mein kleiner Reisebericht gefallen?

Liebe Grüße, Nadine