Sonntag, 10. August 2014

Da fehlte doch noch was...


Im bin total vernarrt in dieses süße Webband und die damit verzierten Teile. Ein Badelaken im passenden dunkelblau ließ sich leider noch nicht auftreiben, aber ein paar Tage habe ich ja noch. Dafür habe ich aber noch ein Mini-Schminktäschchen nach dem Schnitt von "You and I heart DIY" für den Urlaub genäht. An die Anleitung habe ich mich dann allerdings nicht gehalten, meine Innentasche ist vernünftig eingenäht. Ich bin sicher meine Freundinnen haben größere Schminktäschchen als ich, aber meine komplette Sammlung brauche ich im Urlaub dann auch nicht.

Den süßen Apfel-Anhänger habe ich nach Vorlage des Webbands aus Filz genäht. Manchmal liebe ich so filigrane Dinge und er macht das Täschchen einfach zum Hingucker.


Überhaupt ist die Vorfreude auf den Urlaub gerade riesig. Seit Tagen ist der Boden in meinem Zimmer ausgelegt mit allem was ich in den viel zu kleinen Koffer davor packen will. Ich habe mir seit Jahren mal wieder Sandalen gekauft, eine Sonnenbrille ausgesucht, im Sale ein Bikini-Schnäppchen gemacht und plötzlich mag ich auch kurze Shorts an mir. Ich fürchte es läuft nachher doch auf den großen Koffer hinaus, mit dem andere Auswandern würden... Hauptsache wir bleiben unter den 20kg :O)

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Mini-Kosmetiktasche: Schnitt von "You and I heart DIY"
Webband: "Sweet Apple Sky" von Jolijou/Farbenmix

Donnerstag, 7. August 2014

Wischiwaschi Mini-Kollektion und Tutorial zur Schrägbandeinfassung


Nachdem ich nun eine Woche dank Entzündung in einer Weisheitszahn-Wunde und Antibiotika die Sommersonne und den Badesee meiden durfte, habe ich stattdessen meine Nähliste für den Urlaub abgearbeitet. Mir fehlte noch eine große Kulturtasche in die auch wirklich alles hinein passt. Ich entschied mich für den klassischen Kulturbeutel-Schnitt "Wischiwaschi" von Farbenmix.


Das "Sweet Apple Sky"-Webband ist momentan mein Lieblingsband und  bestimmte deshalb auch schnell das Design der geplanten Kulturtasche. Die Innentasche ist aus Wachstuch, so kann man sie gut auswaschen. Damit auch alles an seinem Platz bleibt habe ich der Innentasche noch Fächer für Shampoo, Haarbürste und Zahnputzzeug verpasst.


Passend dazu habe ich noch ein kleines Handtuch und einen Waschlappen aufgehübscht. Wenn ich noch ein großes Strandlaken in dunkelblau bekomme, werde ich die Kollektion noch ergänzen :-)


Tutorial Wischiwaschi-Schrägbandeinfassung

Als ich meine erste Wischiwaschi genäht habe, bin ich an der Schrägband-Einfassung der Ecken fast verzweifelt. Das wurde einfach nicht schön. Wie soll man auch ordentlich mit Schrägband rund über eine Ecke nähen? Deshalb habe ich für euch mitgeknipst, wie ich es gemacht habe:

 1. Euer Taschenkörper ist im Grunde fertig und soll nun eingefasst werden
2. Klappt das Schrägband auf und legt es wie auf dem Bild an die Kante des Seitenstreifens

 3. Nun näht ihr in der Falte des Schrägbands das Schrägband auf die Kante...
4. ...bis zur Ecke eurer Tasche. Je genauer ihr diese Stelle trefft, umso ordentlicher wird eure Schrägband-Ecke. Dort verriegelt ihr die Naht und nehmt die Tasche aus der Maschine.

 5. Jetzt faltet ihr das Schrägband über Eck, sodass es einen 90 Grad Winkel bildet. Die schräge Kante verläuft so genau wie möglich über eure Naht-Ecke. Festhalten!
6. Während ihr die entstandene Kante fixiert, faltet ihr das Schrägband mit der anderen Hand zurück. Die entstandene Falz liegt bündig über der Taschenkante.

 7. Nun beginnt ihr an der Falzkante des Schrägbands und steppt wie vor der Ecke das Schrägband auf. Bei der zweiten Ecke verfahrt ihr genauso.
8. So sollte es jetzt aussehen. Euer Schrägband ist rundherum aufgesteppt.

 9. Jetzt näht ihr das Schrägband von der anderen Seite fertig. Dafür faltet ihr das Schrägband um die Kante herum, sodass es über der eben entstandenen Naht liegt (weiß).
10. Und jetzt das Schrägband knappkantig bis kurz vor der Ecke absteppen.

11. Mit dem Fingernagel die Kante platt falzen. Nadel im Nähgut stecken lassen, Füßchen heben und das Schrägband der unteren Kante wieder so klappen, dass es über der Naht (weiß) liegt.
12. Seht ihr? So entsteht im gleichen Zug eure perfekt eingefasste Ecke. Nähgut entsprechend der neuen Nährichtung um die Ecke drehen, Nähfüßchen senken und wie vor der Ecke das Schrägband der restliche Tasche steppen.

Ich hoffe ihr konntet mir folgen und freut euch über perfekt eingefasste Schrägband-Ecken eurer Wischiwaschi-Kulturtasche. Es sieht wirklich komplizierter aus als es ist und das Ergebnis wird euch stolz machen! Sieht doch toll aus, oder? 


Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Kulturtasche: Wischiwaschi Ebook von Farbenmix
Webband: Sweet Apple Sky von Jolijou und Farbenmix
Stickdatei: Surprise, surprise von Jolijou erhältlich bei Huups
Schrägband und Rüschenband: örtlicher Stoffladen
Wachstuch: kleinkariert

Dienstag, 29. Juli 2014

Mister Comet

Auch wenn ich gerade im Sommer-Nähwahn für die Urlaubsgaderobe bin, zeige ich euch schon mal ein must-have für den Herbst! Nach dem Kinderhoodie "Comet" und der Damenversion "Lady Comet"  dürfen sich nun auch die Papis und Männer freuen. Maria hat ihre Hoodie-Serie endlich um die Herrenversion "Mister Comet" ergänzt. Papi trägt schon so einige von mir genähte Kleidungsstücke und so hat er sich auch gefreut, dass ich ihn mal wieder zum abnicken der Stoffkombination rief. 





Durch die gute Zusammenarbeit im Probenäherteam ist wieder eine tolle Passform gelungen. Mister Comet ist für dickere Sweatstoffe konzipiert und fällt so genäht dann auch größengerecht aus.
Papi liebt diese Bauchtaschen zum durchgreifen. Ich vergleiche die vor der Wäsche gerne mit meiner Handtasche. Was sich da immer so drin anfindet... Den Schnitt hätte ich mal schon kurz vor Weihnachten gebraucht. Da habe ich in einer Nacht- und Nebel-Aktion einen Hoodie als Weihnachtsgeschenk für Papa genäht und musste Schnitttechnisch ganz schön tricksen. Den muss ich euch auch noch mal zeigen *notier* 

Mister Comet finden wir auf jeden Fall super. Ihr bekommt ihn ab dem 1. August in Marias Onlineshop !

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Schnitt: Mister Comet von Mialuna (Gr. XL)
Sweat: Stenzo aus dem heimischen Stoffladen

Donnerstag, 24. Juli 2014

Schnell! ...Papier und Stift!

Als ich noch zur Schule ging, kritzelte ich spontane Näh-Eingebungen im Unterricht immer in meinen Schülerkalender. Schnelle Skizzen, Hauptsache vor dem nächsten Gedanken festgehalten. Doch diese plötzlichen Ideen müssen auch nach der Schulzeit schnell notiert werden. Oft mussten die Rückseiten irgendwelcher Schreiben auf unserem Tresen herhalten, wenn ich in der Not mal wieder kein Papier zur Hand hatte und wenn ich ein Papier gefunden hätte, so fehlten die passenden Stifte. 

Dem wollte ich Abhilfe schaffen. Schnell hatte ich die Idee für eine Kladde die alles griffbereit hält um sofort loslegen zu können. Eine Malmappe für Große sozusagen. Links Stiftefächer und Gummis für Anspitzer und Radierer und rechts das Papier. 


Ich habe aktuelles gerne auf den ersten Blick, also ganz vorne. Das war auch immer mein Problem mit fertigen Notizbüchern... Kaum waren die ersten fünf Seiten beschrieben, habe ich ein anderes angefangen. Abgearbeitetes wollte ich aus den Augen haben. Da ist so ein Klemmordner natürlich praktischer. Abgearbeitetes wird einfach aus oder nach hinten geheftet.

Die Figurinen habe ich heute etwas abgewandelt von einer Vorlage gezeichnet. Das Blatt lege ich nun immer hinter das Blatt was ich bemalen möchte und muss die Figuren dann quasi nur noch "anziehen" oder die Figur nachpausen und nicht immer erst eine neue Figurine entwerfen. Zumal ich aus dem Stehgreif nie so eine Figurine malen könnte... Aber ich übe!


Eine Lasche mit Klett verschließt die Kladde, die ich momentan überall mit hin schleppe. Sie gefällt mir so gut, dass ich überlege mir eine große für die Seminare meines FSJ zu nähen.

Liebe Grüße, Nadine

Kladde: Eigener Schnitt 

Dienstag, 22. Juli 2014

Gegen den Ferienkoller

Es scheint so ein typisches Ferien-Phänomen zu sein... Irgendwann bin ich an dem Punkt, an dem ich so viel nähen will, weil ich ja eigentlich nie so viel Zeit dafür habe wie in den Ferien, mich aber null dazu motivieren kann. Neudeutsch KreaTief. Da hilft bei mir nur Nähzimmer-Tür zulassen, auf andere Gedanken kommen und hoffen, dass diese Phase schneller vorbei geht als meine Ferien.


Heute Morgen habe ich zumindest mit dem Lieblingsmädchen genäht. Damit lag sie mir schon so lange in den Ohren. Nach einigen Schlüsselbändern und einer Tasche sollte es heute ein Kissen werden. Die Stoffregale wurden durchwühlt und ein Stoff ausgesucht. Dann habe ich ihr die Rechtecke mit Kreide auf den Stoff gezeichnet und sie hat ganz sorgsam ausgeschnitten. Weil sie endlich auch wie ich mit dem Pedal nähen wollte und nicht per Knopfdruck, musste ich dann etwas improvisieren. Wenn der Fuß nicht ans Pedal kommt, muss das Pedal eben an den Fuß *g


Sie hat sich dann noch ein Webband ausgesucht, es mit Stylefix platziert und aufgenäht. Anschließend haben wir das Kissen fertig genäht und mit Füllwatte gestopft bis es den Knuddeltest bestanden hat. Das Bild sagt doch alles, oder?


Ich muss meine Maschinen jetzt wohl öfter teilen, denn sie möchte nach dem Urlaub auf jeden Fall wieder etwas nähen. Ich glaube dann können wir schon eine Schwierigkeitsstufe höher gehen, sie macht das einfach toll. Viele weitere Anregungen zum Nähen mit Kindern findet ihr übrigens bei Kinderleicht und schön

Liebe Grüße, Nadine

PS: Bilder alle mit dem Phönchen geknipst, daher nicht ganz so toll 

Mittwoch, 16. Juli 2014

Strandklamotte im Garten

Die Sonne scheint, Temperaturen an die 30°c - der Sommer ist zurück. Meine liebe Nachbarin wünschte sich Strandkleidung aus Frotté für beide Kinder, die ich euch nun endlich mal vorstellen möchte. Da könnte man natürlich langweilige Bilder mit beiden Kids zusammen machen, oder mal ein Bild, in dem nicht das eine Kind das andere anfaucht oder beleidigt ist. Auch der Sandkasten hätte eine tolle Kulisse gegeben. Aber das wäre ja viel zu einfach. Jeder wollte heute die Kamera heute für sich haben, Geschwisterliebe zumindest mal auf dem Bild? - Keine Chance. 


Als Frau Nachbarin sich ein Frotté-Kleid fürs Lieblingsmädchen wünschte, wussten wir noch gar nicht, ob das bei einem sieben jährigen Dickkopf noch gut ankommt. Doch während des Pfingsturlaubs wurde das Kleid zum absoluten Lieblingsteil und von Morgends bis Abends getragen. Kuschelig weich, leicht und noch ein bisschen saugend nach dem Planschen, das sind Wohlfühlteile aus Frotté.


Nachdem das Lieblingsmädchen also dem Frotté verfallen war, sollte nun auch der kleine Bruder für den Sommerurlaub eingekleidet werden. Frotté für Jungs? Na klar!


"Das ist ja kuschelig!" quiekte er bei der Anprobe und mit der Piraten-Appli hatte ich gleich einen Volltreffer gelandet.


Der Sternen-Frotté reichte so gerade noch für das Oberteil und so kombinierte ich den tollen Frotté der Püdorf-Serie von Swafing dazu.


Beide Kapuzen habe ich übrigens nach diesem Tutorial von hamburgerliebe eingefasst. Das sieht total professionell aus und man muss die Kapuzen nicht zusätzlich füttern um ein sauberes Bild zu bekommen. Einfach super für Frotté.

Einziges Leidwesen? Nach dem Arbeiten mit Frotté kann man das ganze Haus saugen *Hatschi*

Liebe Grüße, Nadine

Zutaten
Frottékleid: Amelie in Kleidlänge von Farbenmix
Frottéshirt: Xater von Farbenmix in der weiten Version
Frottéhose: machmalhalblang von Farbenmix, zur Bermuda verlängert
Skull-Stickdatei: mialuna
Sternenfrotté: Mitgebracht vom holländischen Stoffmarkt, leider weiß ich den Händler nicht
Petrolfarbener Frotté: Swafing